Katzen
Katzen schützen ihre „Dosenöffner“ vor Herzinfarkt
Jüngsten Studienergebnissen des Minnesota Stroke Instituts an der University of Minnesota zufolge verringert der Besitz einer Katze die Gefahr eines Herzanfalls, eines Schlaganfalls oder anderer kardiovaskulärer Krankheiten immens. Die Forscher waren überrascht von diesem Ergebnis und führen dieses Phänomen auf die stressvermindernde, beruhigende Wirkung von Katzen auf den Menschen zurück.
Studie: Analyse von Gesundheitsfaktoren
In die 10-jährige Studie flossen die Daten von 4.435 Amerikanern im Alter von 30 bis 75 Jahren ein, die von 1976 bis
1980 an einer Untersuchungsstudie der Bundesregierung zur nationalen Gesundheit und Ernährung teilgenommen hatten. 2.435 der Teilnehmer (also etwa 55%) waren Katzenbesitzer oder sind es in der Vergangenheit gewesen, die restlichen 2.000 besaßen nie eine Katze. Die Forscher um Dr. Qureshi analysierten Risikofaktoren für Herzkrankheiten hinsichtlich Alter, Geschlecht, Ethnizität/Rasse, systolischem Blutdruck, Rauchen, Diabetes mellitus, Cholesterinwerte und den Body-Mass-Index (BMI) – und sie verfolgten die Sterblichkeitsrate hinsichtlich aller Ursachen. Die damals teilnehmenden Personen hatten keinerlei Symptome von kardiovaskulären Erkrankungen zu Beginn der Untersuchung.
Um ein Drittel niedrigere Herzinfarkt-Rate bei Katzenbesitzern
Obwohl sie ein Ergebnis in diese Richtung erwartet hatten, waren die Forscher doch von dem hohen Prozentsatz der Ergebnisse überrascht. Katzeneigentümer hatten eine um 30 % niedrigere Herzanfall-Anfälligkeit im Vergleich zu katzenlosen Personen. Bei katzenlosen Personen lag hingegen die Gefahr bei sagenhaften 40 %, an einem Herzinfarkt zu sterben. Bei den anderen kardiovaskulären Todesursachen (inklusive Schlaganfalls) konnte ebenso bei den Katzenbesitzern eine niedrigere Sterblichkeitsrate entdeckt werden, die bezüglich Herzinfarkt war jedoch am höchsten.
Beruhigende Wirkung der Katzen wohl Balsam für die Seele und das Herz
Dass psychologischer Stress und Angst mit kardiovaskulären Krankheiten und Herzanfällen einhergehen, sei seit Jahren bekannt. Katzen hätten vielleicht – mehr als Hunde oder andere Haustiere – die Fähigkeit, Stress bei seinem Besitzer zu vermindern und Ängste zu lindern. Das mag vor allem an ihrer beruhigenden Wirkung auf das Gemüt des Menschen liegen.
Um übrigens ein ähnliches Ergebnis zum Thema Hunde zu erzielen, waren zu wenige Hundebesitzer unter den untersuchten Personen, sagen die Forscher. Allgemein könne aber angenommen werden, dass Haustiere ihren Besitzern generell medizinische Vorteile bringen. Eine andere Studie, die 2005 im Rahmen eines Meetings der „American Heart Association“ präsentiert worden war, ergab, dass bereits ein 12-minütiger Besuch eines Hundes bei einer nach einem Herzversagen genesenden Person die Herz- und Lungenfunktion verbesserte.
Besonders auch ältere Personen könnten von der Haltung eines Haustieres profitieren, das ihnen somit mit wenigen Kosten das Leben verlängert, meinen die Wissenschaftler. Allein die Haustierverbote in den Altenpflegeheimen und in vielen der Appartements stellen bei dieser Überlegung ein Hindernis dar.
(Text: M.R.)
Quellen :
- “Cats as domestic pets reduce the risk of cardiovascular diseases: Results from the Second National Health and Nutrition Examination Study Mortality Follow-up Study.” American Stroke Association/International Stroke Conference, 2008
- “Cats Help Shield Owners From Heart Attack” (HealthDay News, Feb. 2008)
- “ASA: Cats May Protect Owners Against Cardiovascular Death” (Medpagetoday, Feb. 2008)